Gute Besserung

Wann wünscht man eigentlich gute Besserung? Jeder kennt die Situation: Man wacht am Morgen auf und fühlt sich irgendwie unwohl. Oftmals ist dann eine Erkältung im Anmarsch, die einen dann einige Tage beschäftigt und lähmt. Nicht viel anders ergeht es Menschen, wenn sie ernsthaft erkranken und die Genesung nur durch einen Krankenhausaufenthalt möglich ist. Dann fühlt das engste Umfeld mit und der Betreffende bekommt in der Regel die besten Genesungswünsche mit auf den Weg. Nicht selten lautet dann der Ausspruch: Gute Besserung!

Wer krank ist bekommt gerne gute Besserung gewünscht

Wer krank ist bekommt gerne gute Besserung gewünscht

Was aber meint der Volksmund mit diesem Ausspruch, wenn er einem Kranken „Gute Besserung“ wünscht? Zunächst einmal sagt dieser Wunsch für sich genommen schon eine Menge aus. Wer einem Kranken „gute Besserung“ wünscht, wünscht ihm, dass er bald wieder sprichwörtlich auf die Beine kommt, er also wieder ganz der Alte wird.

Ist absehbar, dass die Krankheit nicht folgenlos bleiben wird, der akut Kranke also mit weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen hat, dann kann der Ausspruch „gute Besserung“ allenfalls so verstanden werden, dass man dem Kranken eine gute Besserung in seinem Leiden wünscht und dass er die Krankheit mit möglichst viel Geduld erträgt.

Es gibt in unseren Breiten aber neben den durch Worten Ausdruck verliehenen Wunsch nach einer guten Besserung auch das Bestreben, diesem Wunsch durch eine entsprechende Geste Nachdruck zu verleihen. So ist es nicht unüblich, bei einer schweren Erkrankung dem Kranken durch Übersenden einer Genesungskarte gute Besserung zu wünschen. Ganz sicher erfreuen wird sich ein Kranker, wenn ihm der Besucher Blumen mitbringt oder ein interessantes Buch zum Lesen, damit der Kranke etwas Abwechslung in seinem doch etwas tristen Alltag bekommt und insoweit auch auf andere Gedanken kommt.

Es gibt aber auch ohne entsprechende Geschenke und Aufmerksamkeiten eine einfach Geste, einem Kranken “gute Besserung” zu wünschen. Das geschieht, indem man ihn ganz einfach besucht und sich bei Angehörigen nach seinem Wohlbefinden erkundigt und Grüße und Genesungswünsche ausrichtet. Und selbst das Denken und Mitfühlen mit einem Kranken und seinen Angehörigen kann diesen helfen, die Zeit der Krankheit zu überbrücken in dem Wissen, dass man in der Zeit des Leidens nicht alleine ist und dass Menschen in Gedanken mitfühlen und auf diesem Weg ein Zeichen der guten Besserung geben.

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